Installation des Gentoo Basissystems

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AMD64 Handbook
Installation
About the installation
Choosing the media
Configuring the network
Preparing the disks
Installing stage3
Installing base system
Configuring the kernel
Configuring the system
Installing tools
Configuring the bootloader
Finalizing
Working with Gentoo
Portage introduction
USE flags
Portage features
Initscript system
Environment variables
Working with Portage
Files and directories
Variables
Mixing software branches
Additional tools
Custom package repository
Advanced features
Network configuration
Getting started
Advanced configuration
Modular networking
Wireless
Adding functionality
Dynamic management


Chrooten

Optional: Spiegelserver wählen

Distributionsdateien

Um den Quellcode zügig herunterzuladen wird empfohlen einen schnellen Spiegel auszuwählen. Portage schaut in die Datei make.conf nach der Variable GENTOO_MIRRORS und verwendet darin aufgelistete Spiegel. Es ist möglich zur Gentoo Mirror Liste zu surfen und nach einem Spiegel (oder mehreren Spiegeln) zu suchen, die nahe dem Systemstandort liegen (da diese meistens die schnellsten sind). Allerdings bieten wir ein nettes Tool namens mirrorselect, das den Benutzern ein schönes Interface zur Auswahl der benötigten Spiegel bietet. Gehen Sie einfach zu den Spiegeln der Wahl und drücken Sie die Leertaste um einen oder mehrere Spiegel auszuwählen.

root #mirrorselect -i -o >> /mnt/gentoo/etc/portage/make.conf

Main Gentoo Repository

Eine zweiter wichtiger Schritt bei der Auswahl der Spiegel ist das primäre Gentoo-Repository ("main gentoo repository") über die Datei /etc/portage/repos.conf/gentoo.conf zu konfigurieren. Diese Datei beinhaltet die Informationen, die zum Synchronisieren des Portage-Trees erforderlich sind. Der Portage-Tree ist die Sammlung der Ebuilds und der zugehörigen Dateien, die all die Informationen enthalten, die Portage zum Download und zur Installation von Software-Paketen benötigt.

Das Konfigurieren des primären Gentoo-Repositories lässt sich ein paar einfachen Schritten erledigen. Zuallerst erstellen Sie das Verzeichnis repos.conf, falls es noch nicht existiert:

root #mkdir /mnt/gentoo/etc/portage/repos.conf

Dann kopieren Sie die von Portage bereitgestellte Gentoo-Repository-Konfigurationsdatei in das (neu erstellte) Verzeichnis repos.conf:

root #cp /mnt/gentoo/usr/share/portage/config/repos.conf /mnt/gentoo/etc/portage/repos.conf/gentoo.conf

Schauen Sie sich ruhig die Datei mit einem Texteditor oder mit dem cat-Befehl an. Die Datei sollte ein .ini-Format haben und ungefähr so aussehen:

DATEI /mnt/gentoo/etc/portage/repos.conf/gentoo.conf
[gentoo]
location = /usr/portage
sync-type = rsync
sync-uri = rsync://rsync.gentoo.org/gentoo-portage
auto-sync = yes

Der hier gezeigte Standard-Wert der Variable sync-uri wählt den Ort des Spiegelservers basierend auf einer Rotation. Das hilft dabei, die Bandbreitenbelastung auf Gentoos Infrastruktur auszugleichen und hilft in Fällen, in denen ein bestimmter Spiegelserver offline ist. Es wird empfohlen, diese Standard-URI beizubehalten.

Tip
Falls Sie an Details interessiert sind, finden Sie die offizielle Spezifikation der Portage Sync-Plugin-API in einem Artikel des Portage-Projekts.

DNS-Info kopieren

Eine Sache bleibt noch zu tun bevor Sie die neue Umgebung betreten und das ist das Kopieren der DNS-Informationen in die Datei /etc/resolv.conf. Dies ist notwendig um sicherzustellen, dass das Netzwerk auch nach dem Betreten der neuen Umgebung immer noch funktioniert. /etc/resolv.conf beinhaltet die Namensserver des Netzwerks.

Zum Kopieren dieser Information ist es empfehlenswert beim Befehl cp die Option -L zu verwenden. Wenn /etc/resolv.conf ein symbolischer Link ist stellt dies sicher, dass die Zieldatei anstelle des symbolischen Links selbst kopiert wird. Andernfalls würde der symbolische Link auf eine nicht existierende Datei zeigen (weil das Link-Ziel höchstwahrscheinlich in der neuen Umgebung nicht verfügbar ist).

root #cp -L /etc/resolv.conf /mnt/gentoo/etc/

Notwendige Dateisysteme einhängen

In wenigen Augenblicken wird Linux root (/) auf den neuen Ort geändert werden. Um Sicherzustellen dass die neue Umgebung richtig arbeitet, müssen bestimmte Dateisysteme dort ebenfalls verfügbar gemacht werden.

Die Dateisysteme, die verfügbar gemacht werden müssen, sind:

  • /proc/ ist ein ein Pseudo-Dateisystem (Die beinhalteten Dateien sehen aus wie gewöhnliche Dateien, sie werden jedoch im laufenden Betrieb generiert). Der Kernel stellt hier der Umgebung Informationen zur Verfügung.
  • /sys/ ist ein Pseudo-Dateisystem wie /proc/ ist. Einst war es dafür gedacht, dieses zu ersetzen, und es ist besser strukturiert als /proc/.
  • /dev/ ist ein gewöhnliches Dateisystem, teilweise vom Linux Device Manager (normalerweise udev) verwaltet, das alle Gerätedateien enthält.

/proc/ wird an /mnt/gentoo/proc/ eingehängt (mount), wohingegen die anderen zwei über mount --rbind eingebunden werden. Das letztere bedeutet beispielsweise dass /mnt/gentoo/sys/ in Wirklichkeit /sys/ ist (es ist lediglich ein zweiter Einstiegspunkt zum selben Dateisystem), wohingegen /mnt/gentoo/proc/ ein neuer Einhängepunkt (sozusagen eine neue Instanz) des Dateisystems ist.

root #mount -t proc proc /mnt/gentoo/proc
root #mount --rbind /sys /mnt/gentoo/sys
root #mount --make-rslave /mnt/gentoo/sys
root #mount --rbind /dev /mnt/gentoo/dev
root #mount --make-rslave /mnt/gentoo/dev
Notiz
Die --make-rslave Operationen werden für die spätere systemd Unterstützung bei der Installation benötigt.
Warnung
Bei der Verwendung von nicht-Gentoo Installationsmedien könnte dies nicht ausreichen. Bei einigen Distributionen ist /dev/shm ein symbolischer Link zu /run/shm/ der nach chroot ungültig wird. Dies kann behoben werden indem Sie /dev/shm/ im Voraus zu einem entsprechenden tmpfs mount machen:
root #rm /dev/shm && mkdir /dev/shm
root #mount -t tmpfs -o nosuid,nodev,noexec shm /dev/shm

Stellen Sie zudem sicher, dass Mode 1777 gesetzt ist:

root # chmod 1777 /dev/shm

Betreten der neuen Umgebung

Nun da alle Partitionen initialisiert sind und die Basis-Umgebung installiert ist, wird es Zeit die neue Installationsumgebung durch chroot zu betreten. Das bedeutet, dass die Sitzung ihr Wurzelverzeichnis (/) von der aktuellen Installationsumgebung (Installations-CD oder anderes Installationsmedium) zum Installationssystem (nämlich die initialisierten Partitionen) ändert. Daher der Name change root oder chroot.

Dieses Chrooten erfolgt in drei Schritten:

  1. Das Wurzelverzeichnis wird mit Hilfe von chroot von / (auf dem Installationsmedium) auf /mnt/gentoo/ (auf den Partitionen) geändert.
  2. Einige Einstellungen (jene in /etc/profile) werden über den Befehl source neu in den Speicher geladen.
  3. Die primäre Eingabeaufforderung wird geändert, damit wir nicht vergessen, dass diese Sitzung innerhalb einer chroot-Umgebung läuft.
root #chroot /mnt/gentoo /bin/bash
root #source /etc/profile
root #export PS1="(chroot) $PS1"

Von diesem Punkt an werden alle Aktionen direkt auf der neuen Gentoo Linux Umgebung ausgeführt. Natürlich sind wir lange noch nicht fertig. Das ist auch der Grund warum die Installation noch einige Abschnitte mehr hat. :-)

Tip
If the Gentoo installation is interrupted anywhere after this point, it should be possible to 'resume' the installation at this step. There is no need to repartition the disks again! Simply mount the root partition and run the steps above starting with copying the DNS info to re-enter the working environment. This is also useful for fixing bootloader issues. More information can be found in the chroot article.

Mounting the boot partition

Now that the new environment has been entered, it is necessary to create and mount the /boot partition. This will be important when it is time to compile the kernel and install the bootloader:

root #mkdir /boot
root #mount /dev/sda2 /boot

Portage konfigurieren

Portage-Snapshot installieren

Der nächste Schritt besteht darin, einen Portage-Snapshot zu installieren. Dieser besteht aus einer Sammlung von Dateien, die Portage darüber informieren, welche Softwaretitel zur Installation zur Verfügung stehen, welche Profile der Administrator auswählen kann, usw.

Die Verwendung von emerge-webrsync wird empfohlen. Dies holt sich den neuesten Portage-Snapshot (den Gentoo tagesaktuell veröffentlicht) von einem der Gentoo-Spiegel und installiert ihn auf dem System.

This will fetch the latest snapshot (which is released on a daily basis) from one of Gentoo's mirrors and install it onto the system:

root #emerge-webrsync
Notiz
Während dieser Operation könnte sich emerge-webrsync über das Fehlen von /usr/portage/ beschweren. Dies ist zu erwarten und kein Grund zur Sorge - das Tool wird das Verzeichnis anlegen.

Von diesem Punkt an könnte Portage erwähnen, dass bestimmte Updates empfehlenswert sind. Dies ist deshalb so, weil möglicherweise neuere Versionen bestimmter System-Pakete, die zuvor durch die stage3 Datei installiert wurden, verfügbar sind. Portage wird sich nun dessen bewusst, weil ein neuer Portage-Snapshot installiert ist. Dies kann im Augenblick bedenkenlos ignoriert werden. Die Updates können durchgeführt werden, nachdem die Gentoo Installation abgeschlossen ist.

Optional: Portage-Tree aktualisieren

Es ist möglich, den Portage-Tree auf die neueste Version zu aktualisieren. Der vorhergehende Befehl emerge-webrsync hat eine sehr aktuellen Portage-Snapshot installiert (in der Regel nicht älter als 24 Stunden). Deshalb ist dieser Schritt auf jeden Fall optional.

Angenommen Sie benötigen die neuesten Paket-Updates (bis zu 1 Stunde), dann benutzen Sie emerge --sync. Dieser Befehl nutzt das rsync Protokoll zur Aktualisierung des Portage-Trees (welcher zuvor durch emerge-webrsync bezogen wurde) auf den aktuellsten Stand.

root #emerge --sync

Auf langsamen Terminals, wie einigen Framebuffer- oder seriellen Konsolen, ist es empfehlenswert die Option --quiet zu nutzen, um den Vorgang zu beschleunigen:

root #emerge --sync --quiet

News Einträge lesen

Wenn ein Portage-Tree auf das System synchronisiert wird, könnte Portage den Benutzer wie folgt warnen:

CODE Portage informiert den Benutzer über Neuigkeiten
 * IMPORTANT: 2 news items need reading for repository 'gentoo'.
 * Use eselect news to read news items.

Die Portage Nachrichteneinträge wurden als Kommunikationsmedium geschaffen, um den Benutzern wichtige Mitteilungen über den rsync Baum zukommen lassen zu können. Zur Verwaltung verwenden Sie eselect news. Die Anwendung eselect ist ein Gentoo-Programm, das eine gemeinsame Verwaltungsschnittstelle für System-Änderungen und -Operationen bietet. In diesem Fall wird eselect aufgefordert das Modul news zu verwenden.

Im Modul news werden drei Operationen am meisten genutzt:

  • Mit list wird eine Übersicht der verfügbaren News-Einträge angezeigt.
  • Mit read können die News-Einträge gelesen werden.
  • Mit purge lassen sich News-Einträge löschen, sobald sie gelesen wurden. Ein erneutes Einlesen erfolgt nicht.
root #eselect news list
root #eselect news read

Mehr Informationen zum Newsreader sind über seine Manpage verfügbar:

root #man news.eselect

Auswahl des richtigen Profils

Warnung
Do not select any of the the 17.1 profiles until reading the corresponding 17.1 news item. This profile is experimental and requires special migration instructions.

Ein Profil (profile) ist eine Basiskomponente für jedes Gentoo System. Es definiert nicht nur Standardwerte für USE, CFLAGS und andere wichtige Variablen, sondern legt das System auf einen bestimmten Bereich von Paketversionen fest. Dies wird alles von den Gentoo-Entwicklern gepflegt.

Mit eselect können Sie sich anschauen, welches Profil das System momentan nutzt, diesmal mit dem Modul profile:

root #eselect profile list
Available profile symlink targets:
  [1]   default/linux/amd64/13.0 *
  [2]   default/linux/amd64/13.0/desktop
  [3]   default/linux/amd64/13.0/desktop/gnome
  [4]   default/linux/amd64/13.0/desktop/kde
Notiz
Die Ausgabe des Befehls ist nur ein Beispiel und kann sich im Laufe der Zeit ändern.

Wie Sie sehen können stehen ebenfalls Desktop-Unterprofile für einige Architekturen zur Verfügung.

Warnung
Profile upgrades are not to be taken lightly. When selecting the initial profile, make sure to use profile corresponding to the same version as the one initially used by stage3 (e.g. 13.0). Each new profile version is announced through a news item containing migration instructions. Make sure to read it and follow them before switching to a newer profile.

Nach dem Betrachten der verfügbaren Profile für die amd64 Architektur kann der Benutzer ein anderes Profil das er verwenden will auswählen:

root #eselect profile set 2


No-multilib

Um eine reine 64-Bit Umgebung zu wählen, ohne 32-Bit Anwendungen oder Bibliotheken, verwenden Sie ein nicht-multilib Profil:

root #eselect profile list
Available profile symlink targets:
  [1]   default/linux/amd64/13.0 *
  [2]   default/linux/amd64/13.0/desktop
  [3]   default/linux/amd64/13.0/desktop/gnome
  [4]   default/linux/amd64/13.0/desktop/kde
  [5]   default/linux/amd64/13.0/no-multilib

Als Nächstes wählen Sie das no-multilib Profil:

root #eselect profile set 5
root #eselect profile list
Available profile symlink targets:
  [1]   default/linux/amd64/13.0
  [2]   default/linux/amd64/13.0/desktop
  [3]   default/linux/amd64/13.0/desktop/gnome
  [4]   default/linux/amd64/13.0/desktop/kde
  [5]   default/linux/amd64/13.0/no-multilib *

systemd

Those who desire systemd as their init system should select a profile with systemd somewhere in the profile name:

root #eselect profile set default/linux/amd64/13.0/systemd
root #eselect profile list
Available profile symlink targets:
  [10]  default/linux/amd64/13.0/developer
  [11]  default/linux/amd64/13.0/no-multilib
  [12]  default/linux/amd64/13.0/systemd *
  [13]  default/linux/amd64/13.0/x32
  [14]  hardened/linux/amd64
Tip
As seen above, full profile names can be used instead of the profile's associated numerical value.


Notiz
Das developer Unterprofil ist eigens für die Gentoo Linux Entwicklung und nicht für die Nutzung durch reguläre Benutzer gedacht.

Updating the @world set

At this point, it is wise to update the system's @world set so that a base can be established.

This following step is necessary so the system can apply any updates or USE flag changes which have appeared since the stage3 was built and from any profile selection:

root #emerge --ask --verbose --update --deep --newuse @world
Tip
If a full scale desktop environment profile has been selected this process could greatly extend the amount of time necessary for the install process. Those in a time crunch can work by this 'rule of thumb': the shorter the profile name, the less specific the system's @world set; the less specific the @world set, the fewer packages the system will require. In other words:
  • selecting default/linux/amd64/13.0 will require very few packages to be updated, whereas
  • selecting default/linux/amd64/13.0/desktop/gnome/systemd will require many packages to be installed since the init system is changing from OpenRC to systemd, and the GNOME desktop environment framework will be installed.

USE Variable konfigurieren

USE ist eine der mächtigsten Variablen, die Gentoo seinen Benutzern bietet. Mehrere Programme können mit oder ohne optionale Unterstützung für bestimmte Dinge kompiliert werden. Beispielsweise können einige Programme mit GTK- oder Qt-Unterstützung kompiliert werden. Andere können mit oder ohne SSL Unterstützung kompiliert werden. Einige Programme können sogar mit Framebuffer-Unterstützung (svgalib) anstelle von X11-Unterstützung (X-Server) kompiliert werden.

Die meisten Distributionen kompilieren ihre Pakete mit Unterstützung für möglichst viel. Dies erhöht die Größe der Programme und verlängert die Programmstartzeit, nicht zu erwähnen die enorme Menge von Abhängigkeiten. Mit Gentoo können die Benutzer definieren mit welchen Optionen ein Paket kompiliert werden soll. Hier kommt USE ins Spiel.

In der Variablen USE definieren die Benutzer Schlüsselwörter die auf Optionen beim kompilieren abgebildet werden. Beispielsweise kompiliert ssl SSL-Unterstützung in die Programme, die das unterstützen. -X entfernt X-Server-Unterstützung (beachten Sie das Minuszeichen am Anfang). gnome gtk -kde -qt4 kompiliert Programme mit GNOME- (und GTK-) Unterstützung und nicht mit KDE- (und Qt-) Unterstützung. Das führt zu einem System, das komplett für GNOME optimiert ist (vorausgesetzt die Architektur unterstützt es).

Die Standard-USE-Einstellungen befinden sich in den make.defaults Dateien des Gentoo-Profils, das das System verwendet. Gentoo benutzt ein (komplexes) Vererbungssystem für seine Profile, in das wir in dieser Phase nicht eintauchen wollen. Der einfachste Weg die momentan aktiven USE Einstellungen zu überprüfen ist emerge --info auszuführen und die Zeile auszuwählen, die mit USE beginnt:

root #emerge --info | grep ^USE
USE="X acl alsa amd64 berkdb bindist bzip2 cli cracklib crypt cxx dri ..."
Notiz
Das obige Beispiel ist verkürzt, die tatsächliche Liste der USE-Werte ist viel viel länger.

Eine vollständige Beschreibung der verfügbaren USE-Flags finden Sie auf dem System in der Datei /usr/portage/profiles/use.desc.

root #less /usr/portage/profiles/use.desc

Innerhalb des Befehls less können Sie mit Hilfe der Tasten und scrollen. Zum Beenden drücken Sie q.

Als Beispiel zeigen wir die USE Einstellung für ein KDE-basiertes System mit DVD, ALSA und CD-Aufnahme Unterstützung:

root #nano -w /etc/portage/make.conf
DATEI /etc/portage/make.confUSE Einstellung für ein KDE-basiertes System mit Unterstützung für DVD, ALSA und CD-Aufnahme
USE="-gtk -gnome qt4 kde dvd alsa cdr"

Wenn USE in /etc/portage/make.conf definiert ist, dann wird ein bestimmtes USE-Flag zur Standard Liste hinzugefügt (oder davon entfernt, wenn das USE-Flag mit dem Zeichen - beginnt). Benutzer die alle Standard-USE-Einstellungen ignorieren wollen und sie komplett selbst verwalten möchten, sollten die USE-Definition in make.conf mit -* beginnen:

DATEI /etc/portage/make.confStandard USE-Flags ignorieren
USE="-* X acl alsa ..."
Warnung
Although possible, setting -* (as seen in the example above) is discouraged as carefully chosen USE flag defaults may be configured in some ebuilds to prevent conflicts and other errors.

Optional: Configuring the ACCEPT_LICENSE variable

All of the Gentoo packages are tagged with the license(s) the package falls under. This allows users to select software by specific licenses or groups of licenses prior to installing it.

Wichtig
The LICENSE variable in an ebuild is only a guideline for Gentoo developers and users. It is not a legal statement, and there is no guarantee that it will reflect reality. So don't rely on it, but check the package itself in depth, including all files that you use.

Portage uses the ACCEPT_LICENSE variable to determine which packages to allow without prompting the user for the licenses previously accepted. Exceptions can be made per-package in /etc/portage/package.license as well.

The license groups defined in the Gentoo repository, managed by the Gentoo Licenses project, are:

Group Name Description
@GPL-COMPATIBLE GPL compatible licenses approved by the Free Software Foundation [a_license 1]
@FSF-APPROVED Free software licenses approved by the FSF (includes @GPL-COMPATIBLE)
@OSI-APPROVED Licenses approved by the Open Source Initiative [a_license 2]
@MISC-FREE Misc licenses that are probably free software, i.e. follow the Free Software Definition [a_license 3] but are not approved by either FSF or OSI
@FREE-SOFTWARE Combines @FSF-APPROVED, @OSI-APPROVED and @MISC-FREE
@FSF-APPROVED-OTHER FSF-approved licenses for "free documentation" and "works of practical use besides software and documentation" (including fonts)
@MISC-FREE-DOCS Misc licenses for free documents and other works (including fonts) that follow the free definition [a_license 4] but are NOT listed in @FSF-APPROVED-OTHER
@FREE-DOCUMENTS Combines @FSF-APPROVED-OTHER and @MISC-FREE-DOCS
@FREE Combines @FREE-SOFTWARE and @FREE-DOCUMENTS
@BINARY-REDISTRIBUTABLE Includes @FREE and other freely distributable closed source software which do not have an End-User License Agreement (EULA)
@EULA License agreements that try to take away your rights. These are more restrictive than "all-rights-reserved" or require explicit approval

Gentoo comes with a predefined value in the profiles, for example:

user $portageq envvar ACCEPT_LICENSE
@FREE

This can be customized system wide by changing /etc/portage/make.conf. The default value will only accept licenses that are explicitly approved by the Free Software Foundation, the Open Source Initiative, or that follow the Free Software Definition:

DATEI /etc/portage/make.confCustomizing ACCEPT_LICENSE
ACCEPT_LICENSE="-* @FREE"

Per package overrides can then be added if necessary and desired, for example:

DATEI /etc/portage/package.license/kernelSample license acceptance
app-arch/unrar unRAR
sys-kernel/linux-firmware @BINARY-REDISTRIBUTABLE
sys-firmware/intel-microcode intel-ucode

Optional: Using systemd as the init system

The remainder of the Gentoo Handbook focuses on OpenRC (the traditional Gentoo init system) as the default init system. If systemd is desired or if the reader will be installing GNOME 3.8 and later (which requires systemd), please consult the systemd article. It contains instructions equivalent to the instructions in the following sections of this Handbook. Specifically, it will walk the reader through various init system commands (systemctl) and systemd-specific services (such as timedatectl, hostnamectl, etc.) needed to establish a working systemd environment.

Notiz
Certain applications are heavily dependent on the GNOME software ecosystem and subsequently dependent on systemd. Readers who are unsure if the GNOME desktop environment will be used can migrate to a systemd profile later.

Zeitzone

Wählen Sie die Zeitzone für das System. Schauen Sie nach den verfügbaren Zeitzonen in /usr/share/zoneinfo/ und schreiben Sie die die zu verwendende in die Datei /etc/timezone.

root #ls /usr/share/zoneinfo

Angenommen die Zeitzone der Wahl ist Europe/Brussels:

root #echo "Europe/Brussels" > /etc/timezone

Bitte vermeiden Sie die /usr/share/zoneinfo/Etc/GMT* Zeitzonen, da deren Namen nicht die erwarteten Zonen anzeigen. Beispielsweise ist GMT-8 in der Tat GMT+8.

Als Nächstes konfigurieren Sie das Paket sys-libs/timezone-data neu. Dies wird für uns abhängig vom Eintrag in der Datei /etc/timezone die Datei /etc/localtime aktualisieren. Die Datei /etc/localtime wird von der System C Bibliothek verwendet um zu erfassen in welcher Zeitzone sich das System befindet.

root #emerge --config sys-libs/timezone-data

Konfiguration der Locale

Die meisten Benutzer werden nur ein oder zwei Locale auf ihrem System verwenden.

Locale geben nicht nur die Sprache die das System zur Interaktion mit demselben verwenden soll an, sondern ebenfalls die Regeln zum Sortieren von Zeichenketten, der Anzeige des Datums, der Zeit usw.

Die Locale, die ein System unterstützen soll, sollten in der Datei /etc/locale.gen aufgeführt sein.

root #nano -w /etc/locale.gen

Die folgenden Locale sind ein Beispiel um Englisch (Vereinigte Staaten) und Deutsch (Deutschland) mit den zugehörigen Zeichenformaten (wie UTF-8) zu bekommen.

DATEI /etc/locale.genAktivierung der US und DE Locale mit zugehörigen Zeichenformaten
en_US ISO-8859-1
en_US.UTF-8 UTF-8
de_DE ISO-8859-1
de_DE@euro ISO-8859-15
Warnung
Wir empfehlen die Verwendung von mindestens einem UTF-8 Locale weil einige Anwendungen dies möglicherweise erfordern.

Der nächste Schritt ist locale-gen auszuführen. Dies wird alle Locales erzeugen, die in der Datei /etc/locale.gen angegeben sind.

root #locale-gen

Um zu überprüfen, dass die ausgewählten Locales jetzt verfügbar sind, führen Sie locale -a aus.

Sobald Sie das erledigt haben, ist es Zeit, die systemweiten Locale-Einstellungen vorzunehmen. Wir verwenden wieder eselect dafür, diesmal mit dem Modul locale.

Mit eselect locale list werden die verfügbaren Ziele angezeigt:

root #eselect locale list
Available targets for the LANG variable:
  [1] C
  [2] POSIX
  [3] en_US
  [4] en_US.iso88591
  [5] en_US.utf8
  [6] de_DE
  [7] de_DE.iso88591
  [8] de_DE.iso885915
  [9] de_DE.utf8
  [ ] (free form)

Mit eselect locale set WERT kann die richtige Locale eingestellt werden:

root #eselect locale set 9

Manuell kann dies auch durch die Datei /etc/env.d/02locale erreicht werden:

DATEI /etc/env.d/02localeSystem Locale Definitionen manuell einstellen
LANG="de_DE.UTF-8"
LC_COLLATE="C"

Stellen Sie sicher dass ein Locale eingestellt ist, da das System andernfalls Warnungen und Fehler während des Bau des Kernels und bei anderem Softwareeinsatz später bei der Installation ausgibt.

Laden Sie jetzt die Umgebung erneut:

root #env-update && source /etc/profile && export PS1="(chroot) $PS1"

Wir haben einen vollständigen Lokalisierungs-Leitfaden erstellt, um die Benutzer durch diesen Prozess zu leiten. Ein weiterer interessanter Artikel ist der UTF-8-Leitfaden für sehr spezifische Informationen zum Aktivieren von UTF-8 auf dem System.